Brandy

Der Begriff "Brandy" bezeichnet Weinbrandgetränke, deren Alkoholgehalt laut der Europäischen Union zu mindestens 50% aus Branntwein stammen muss. Brandy muss mindestens 6 Monate in Eichenholzfässern reifen.

Der Alkoholgehalt der Spirituose beträgt in der Regel zwischen 36% und 45%, wobei der erste Wert der gesetzlich vorgeschriebene Mindestalkoholgehalt ist.

Sherry

Der spanischen Stadt Jerez de la Frontera verdankt er seinen Namen – der Sherry. Zusammen mit den Städten Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa María, wird die Region oftmals auch als „Sherry-Dreieck“ bezeichnet.

Bereits seit 1000 vor Christus wird in dieser Region Wein angebaut - später versetzte man den trockenen Weißwein aus der Palomino-Traube mit Branntwein und ließ ihn in unverschlossenen 600-Liter-Fäßern weiter gären – das Endprodukt ist weltbekannt.

Weinbrand

Weinbrand ist eine mittels Destillation von Wein hergestellte Spirituose, sozusagen ein Branntwein aus Wein. International gebräuchlich ist dafür auch der Begriff Brandy.
Vor dem Friedensvertrag von Versailles (1919), der den Ersten Weltkrieg formal beendete, war der Begriff Cognac für Weinbrand allgemein gebräuchlich.

Portwein

In der Douro-Region in Portugal wird mit 18 – 21 % Alkohol der schwere Portwein, auch Port genannt, hergestellt. Insbesondere die Briten haben auf der Suche nach einer Alternative zum Weinimport aus Frankreich die Herstellung dieses Weines in der Douro-Region im auslaufenden 17. Jahrhundert vorangetrieben.

Aquavit - das ganz besondere Lebenswasser

Aqua vita - Wasser des Lebens - so wurden bereits im 14. Jahrhundert alle Arten von Spirituosen bezeichnet.

Unter dem heutigen Aquavit, der ursprünglich aus Dänemark stammt und sich von dort aus über die nordischen Länder weltweit verbreitet hat, versteht der Liebhaber hochprozentiger Alkoholika einen Branntwein (aus Getreide oder Kartoffeln) mit Kümmelgeschmack, der eiskalt getrunken wird.

Der Alkoholgehalt muss mindestens 37,5 % betragen, es gibt aber auch Aquavit Sorten mit einem Alkoholgehalt von bis zu 47 %.

Grappa

Grappa ist eine ausschließlich in Italien hergestellte Spirituose, die mittels Destillation des Tresters (Rückstände der Weinmaische wie beispielsweise Stengel, Kerne, Schalen) gewonnen wird. In Deutschland hergestellt, wird diese Spirituose als Tresterbrand oder Tresterschnaps bezeichnet. Der durchschnittliche Alkoholgehalt von Grappa liegt bei 40 bis 50 Volumen-% Alkohol.

Cognac / Weinbrand

"Jeder Cognac ist ein Weinbrand, jedoch nicht jeder Weinbrand ein Cognac." Die Wurzeln dieser sicher schon von jedem Liebhaber gebrannten Weines vernommenen Weisheit reichen über 500 Jahre zurück.

Bereits im 15. Jahrhundert war die in Westfrankreich am Fluss Charente gelegene Stadt Cognac für ihren Wein berühmt. Da er jedoch, von Händlern in andere Städte exportiert, oft schnell versäuerte, wurde er vor dem Transport destilliert.

Cognac - Ein Getränk mit langer Geschichte

Bereits im 15. Jahrhundert wurde in Frankreich damit begonnen, Wein zu destillieren, weil viele Weine die langen Schifftransporte zu ihren Kunden nicht überstanden und die Destillation ein gutes Mittel der Konservierung darstellte. Später stellte man fest, dass die Lagerung in Eichenfässern das Destillat geschmacklich erheblich verbesserte.

Zu den ersten Herstellern gehörten Martell (1715 gegründet), Hennessy (1765) und Thomas Hine (1821). Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird Cognac auch in Flaschen verkauft.

Tequila - Hochprozentiges Temperament unter dem Sombrero

Die Geschichte des Tequila reicht weit zurück. Bereits die Azteken haben aus dem Fruchtherzen der Blauen Agave Wein hergestellt, die Indios nutzten die Pflanze zur Schnapsherstellung. Die spanischen Eroberer in Mexiko waren dann vermutlich die Ersten, die den Tequila ähnlich seiner heutigen Form erzeugten. Während des Zweiten Weltkriegs breitete sich das Getränk nach Nordamerika und schließlich auch nach Europa und dem Rest der Welt aus.

Gin

James Bonds Martini "geschüttelt nicht gerührt" ist weltbekannt. Die wichtigste Zutat in dem Getränk des Action Heldes ist Gin.

Gin, meist farblos und mit Wacholdergeschmack, hat eine lange Geschichte. Im 17 Jahrhundert besaß der Arzt Francois de la Boe einen Wacholderschnaps namens Genever. Über Englische Soldaten gelangte der Genver nach Großbrittannien und wurde in Gin umgetauft.

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