Calvados

Erstmalig schriftlich dokumentiert wurde Calvados im Jahre 1553; damals galt er nicht nur als eine leckere und bekömmliche Spirituose zwischen mehreren Gängen, sondern als eine wertvolle Arznei.
Der Agronom und Gastronom Gilles de Gouberville hat in LeMesnil-au-Valin, einem Dorf am Ärmelkanal, in seinen Büchern die Herstellung von Apfelwein, Cidre, aufgezeichnet.
Cidre, destilliert und zweifach gebrannt, ist die Grundlage für Calvados, der traditionell aus den Apfelsorten Bisquets, Bedan, Petit Joly und Saint Martin hergestellt wird.

Die Bezeichnung Calvados hat ihren Ursprung in der französischen Region Calvodos und nur die Cidrebrände, die ihre Herkunft in der Normandie dokumentieren können und aus elf festgelegten Gebieten stammen, dürfen sich so nennen.

Calvados wird in Eichenfässern gelagert und muss mindestens zwei Jahre reifen. Je länger der Reifeprozess andauert, desto feiner wird das Produkt - sein Geschmack ist samtig und aromatisch, seine Farbe bernsteinfarben bis cognacbraun - und das spiegelt sich auch im Preis wieder, der auch schnell mal die 50-Euro-Grenze erreichen kann.

Als einer der besten Calvados wird der aus dem Pays d’Auge stammende bezeichnet, dessen Cidre oftmals zu 9% aus Birnenmost besteht, um den Aromenreichtum zu erhöhen.

Apfelbrände, die nicht als Calvados bezeichnet werden dürfen, heißen Eau-de-vie de Pomme, Apple Brandy oder Applejack sowie Aquardiente di Sidre.

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