Tequila - Hochprozentiges Temperament unter dem Sombrero
Die Geschichte des Tequila reicht weit zurück. Bereits die Azteken haben aus dem Fruchtherzen der Blauen Agave Wein hergestellt, die Indios nutzten die Pflanze zur Schnapsherstellung. Die spanischen Eroberer in Mexiko waren dann vermutlich die Ersten, die den Tequila ähnlich seiner heutigen Form erzeugten. Während des Zweiten Weltkriegs breitete sich das Getränk nach Nordamerika und schließlich auch nach Europa und dem Rest der Welt aus.
Benannt ist der Tequila (bekannteste Mezcal-Sorte) nach der gleichnamigen mexikanischen Stadt in der Region Jalisco. Der Name ist gesetzlich geschützt.
Normalerweise enthält Tequila 38 oder 40% Alkohol, in einigen Fällen bis 50%. Man unterscheidet insgesamt vier Sorten:
- den klaren Tequila (silver/blanco), der direkt nach der Destillation in Flaschen abgefüllt wird
- den gold/oro (mit Karamell oder Zuckersirup eingefärbter silver)
- den aged/reposado, der mindestens zwei Monate in Eichenfässern lagert
- den extra-aged/anejo, der mindestens 1 jahr geruht haben muss und dessen Alkoholgehalt beim Anzapfen mit Wasser reguliert wird.
Wie viel des Zuckers zur Alkoholproduktion tatsächlich von der Agave stammt, entscheidet darüber, welche Qualität der Tequila hat. Hier gibt es den Mixto, der bis zu 49% Zucker aus anderen Quellen beinhalten darf (meist Rohrzucker), und den hochwertigeren 100% Agave Azul, der nur in Flaschen, nicht in Tanks, abgefüllt und transportiert werden darf.
Der Kaufpreis varriert je nach Sorte und Qualität. Schlichtere Mixto-Blancos gibt es schon ab 13-15,- (0,7l), für Flaschen in Premium-Qualität (Anejo 100% Azul) muss man dann schon (niedrige) dreistellige Summen veranschlagen.
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