Weinbrand

Weinbrand ist eine mittels Destillation von Wein hergestellte Spirituose, sozusagen ein Branntwein aus Wein. International gebräuchlich ist dafür auch der Begriff Brandy.
Vor dem Friedensvertrag von Versailles (1919), der den Ersten Weltkrieg formal beendete, war der Begriff Cognac für Weinbrand allgemein gebräuchlich.

Mit dem sogenannten „Champagnerparagraphen“ dieses Vertrages verpflichtete sich jedoch Deutschland, auch den Begriff Cognac als eine geschützte Ursprungsbezeichnung (nach der französischen Stadt Cognac) zu akzeptieren. So wurde durch Hugo Asbach der Begriff Weinbrand marktgängig. Sein „Asbach Uralt“ ist der älteste deutsche Weinbrand.

Weinbrand hat einen Alkoholgehalt von mindestens 36 Volumen-% Alkohol. Nach dem Destillationsvorgang reift der Weinbrand mindestens sechs Monate in Holzfässern, bei Fässern mit einem Fassungsvermögen von mehr als 1.000 Litern mindestens zwölf Monate.

In dieser Zeit nimmt der Weinbrand zu seinem durch die Rebsorte und den Destillationsvorgang bestimmten Geschmack auch die Aromen aus dem Holz auf und formt seine endgültige Geschmackscharakteristik.

Die Bezeichnung V.S.O.P. (Very Superior Old Pale) wird verwendet, wenn der Weinbrand mindestens vier Jahre im Fass gelagert wurde, aber auch Reifezeiten von mehreren Jahrzehnten sind üblich, um besonders edle Weinbrände herzustellen.

Die Preise für solche Abfüllungen können schnell mehrere hundert Euro übersteigen. Einfacherer Weinbrand ist jedoch auch bereits für unter 10,00 Euro erhältlich.

Weinbrand wird nicht nur als pures Getränk mit oder ohne Eis genossen, sondern ist auch Bestandteil vieler Cocktails oder Longdrinks (z. B. Cherry Blossom, Weinbrand Sour, Fuji). Daneben wird er auch oft als Zutat zum Kochen und Backen, zum Einlegen von Früchten oder in Pralinen verwendet.

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